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Zukünftige Designer und ihre Ideen für Klapptischstützen

Unsere Ingenieure und Vertriebsmitarbeiter waren schon immer davon überzeugt, dass die Klapptischstützen Rakego und Robust überall eingesetzt werden können und so eine Ecke oder einen Raum aufwerten. Um diese These zu beweisen, startete ROCA Industry eine Zusammenarbeit mit der Konstfack – Hochschule für Kunst, Handwerk und Design – in Stockholm. Hier ist das Resultat!
 
Konstfack ist eine international bekannte, in Stockholm ansässige Schule für kreative Talente in Kunst, Handwerk und Design. Viele namhafte Künstler und Industriedesigner haben bei Konstfack ihr Grundwissen erlernt. Ende September wandte sich ROCA Industry an die Universität und Ende November wurden die Vorschläge der Studenten vorgestellt.
 

Der Auftrag

Insgesamt erhielten fünf Industriedesign-Studenten von Dozent Jonas Ahnme den Auftrag, gemäß dem Thema „Innovative Faltanwendungen“ Gestaltungsvorschläge für das Hier und Jetzt zu erarbeiten. Die Studierenden sollten untersuchen, wie die Klapptischstützen in unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden können, und auch mit anderen Arten von faltbaren Konstruktionen experimentieren.
 
Am Ende ihres Projektes sollten die Studenten einen Vorschlag präsentieren, bei dem Klapptischstützen von ROCA Industry verwendet werden. Nach der anfänglichen Recherche sollten sie sich für einen der folgenden Kontexte entscheiden:
  • Klapptischstützen in Abholzungsmaschinen
  • Klapptischstützen in Wohnmobilen oder Wohnwagen
  • Klapptischstützen im Homeoffice
Ein wichtiger Aspekt war die Untersuchung und Anwendung von zirkulärem Design in den Vorschlägen. Bei der Festlegung ihres Schwerpunktbereichs mussten Nachhaltigkeitsaspekte und soziale Nachhaltigkeit (Design für nachhaltiges Verhalten und nachhaltige Arbeit) berücksichtigt werden.
 
Weitere Schlüsselkonzepte waren: Materialauswahl, Demontage-Design und Reparatur-Design.
 
Nach der Konzeptualisierung musste jede Gruppe Prototypen herstellen, die verschiedene Einsatzmöglichkeiten unseres Klappsystems beinhalteten und diese Prototypen iterieren und verfeinern.
 
Nicht zuletzt arbeiteten die Studierenden im Designprozess auch mit Branding und wendeten dies auf den Vorschlag an.
 

Schienensystem für Robust XL

In Gruppe 1 arbeiteten Gustav Sturk und Nikola Despotovic. Interessanterweise hatte Gustav schon früher im Bereich Indoor-Design für Wohnwagen gearbeitet, und vielleicht haben sich die beiden jungen Männer aufgrund dieser Erfahrung entschieden, eine faltbare Lösung für ein Wohnmobil zu entwickeln.
 
Ziel des Projekts der Gruppe 1 war es, eine weitere Anpassung des Wohnraums in Wohnwagen zu ermöglichen. Dafür haben sie ein Schienensystem geschaffen, an dem die Robust XL-Stütze befestigt und abgesenkt und angehoben werden kann. Mit der verstellbaren Schiene lässt sich ein klappbares Sofa in ein Etagenbett verwandeln. Darüber hinaus wäre es auch möglich, Tische, Ablagen, Stühle und vieles mehr auf- und abzusenken.
 
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Gruppe 1 nahm sich auch die Zeit, eine Couch zu entwerfen, die ein perfektes Beispiel dafür ist, wie die Schiene in Kombination mit den Halterungen verwendet werden kann.
 
„Es ist nicht nur eine Couch, sondern kann je nach Situation auch in ein Etagenbett oder ein Doppelbett umgewandelt werden. Das ist nicht nur bequem, sondern platzsparend - gut für Familien mit kleineren Kindern - und es wiegt weniger, was gut für die Umwelt ist", sagen Gustav und Nikola.
 
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Die Multifunktionscouch
 
Gustav und Nikola waren sehr an Sicherheitsfragen interessiert, da Räume wie Wohnmobile und Wohnwagen oft von Familien genutzt werden und man vermeiden möchte, dass kleine Kinder verletzt werden, nur weil sie zufällig einen Knopf drücken oder loslassen. So präsentierte Gruppe 1 zu ihrer Konstruktion auch eine zusätzliche Sicherheitsbremse.
 
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Der Produktprototyp
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Magnus Eriksson, COO bei ROCA Industry sagt: „Ich bin tief beeindruckt. Dies ist ein brillantes Beispiel dafür, wie Design und Funktion in Symbiose funktionieren können. Als die Studenten ihre Ideen präsentierten, wurde ich fast wütend auf mich selbst, dass ich nicht selber darauf gekommen bin."
 
 

Klappbare Sitzgruppe mit Rakego als Herzstück

Gruppe 2 bestand aus Happy Ahlström, Philip Ståhlbrand und Linn Hammarberg. Auch diese Gruppe beschloss, eine Konstruktion für Wohnmobil zu erstellen. Ihr Auftrag an sich selbst lautete: „Entwicklung einer Sitzgruppe für den Außenbereich eines Vans unter Berücksichtigung von Ästhetik, Langlebigkeit und Funktion und mit Hilfe von Stützen von ROCA Industry“.
 
Beachten Sie das Wort "außen" - Gruppe 2 war geleitet von dem Gedanken, dass ein Fahrzeug wie ein Wohnmobil ziemlich große Außenwände hat, die die Möglichkeit bieten, Gegenstände dauerhaft daran anzubringen.
 
Die Materialien, die sie dafür wählten, mussten „natürlich und ehrlich" sein, mit geringer Umweltbelastung. Daher fiel ihre Wahl auf Aluminium und Kiefernholz.
 
„Aluminium ist langlebig, leicht und vielseitig und hat den Vorteil, dass es zu 95 Prozent recycelt werden kann. Recyceltes Aluminium benötigt nur 5 Prozent der Energie, die zur Herstellung von Neualuminium aufgewendet wird. Kiefernholz ist wasserbeständig und relativ günstig. Es wächst schnell und in unseren Breitengraden", sagen Happy, Philip und Linn.
 
 
Vorschlag: Ein klappbarer Sitzbereich für den Außenbereich eines Wohnwagens
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Aufgeklappt
 
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Zugeklappt
 
Für diesen Vorschlag verwendete Gruppe 2 die Rakego-Klapptischstütze in Schwarz. Diese wird an der Rückseite der Konstruktion befestigt, um das Gewicht zu halten und die sitzende Person in einer sicheren Position zu halten. Der Klappmechanismus ermöglicht ein schnelles und einfaches Auslösen.
 
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Kiefernholz und Aluminium in Kombination
 
 
Der Produktprototyp
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Kommentar von Magnus Eriksson, COO bei ROCA Industry: „Mir gefällt die Idee, wie die Studenten jeden Aspekt eines Fahrzeugs nutzen, nicht nur den Innenraum. Gruppe 2 präsentierte ein intelligentes System, das viele Aufgaben löst, ohne Platz zu beanspruchen. Genauso wie bei Gruppe 1 ist es sehr beeindruckend, dass die Studenten in nur sechs Wochen von der Idee zum Prototyp gekommen sind."
 
 

Zusammenfassung

Wie uns die Studenten gezeigt haben, haben unsere Klapptischstützen Anwendungsgebiete, die noch nicht erforscht sind. Falls die Ideen in Zukunft weiterverfolgt werden sollten, müssen sie natürlich gründlich getestet werden.
 
Wir sind sehr dankbar für die Inspiration und beeindruckt von dem schnellen Ablauf vom ersten Gespräch bis zum Prototyp. Ein Dankeschön an die Studierenden bei Konstfack und ihren Dozenten Jonas Ahnme!
 
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